Band Info

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KOi, „Khabirpour, Oli und Ich“ wurde 2010 als Bandprojekt des Kölner Bassisten Matthias Akeo Nowak ins Leben gerufen. Eigene Kompositionen spielen, gemeinsam experimentieren, dem Gegensätzlichen Raum geben, komplementäre Verknüpfungen bilden, dabei die Jazztradition nicht aus dem Auge zu verlieren. Nur ein Ziel, das sich die drei Musiker gesetzt haben, um dem Teufelskreis sich kopierender Jazztrios zu entkommen.

Mit seinen Freunden Riaz Khabirpour (Gitarre) und Oliver Rehmann (Schlagzeug) hat Matthias ideale Partner gefunden, um diesen eigenen Bandsound zu kreieren.

Rockeinflüsse, serielle Strukturen und improvisationsoffenes Material bilden Ausgangs- punkte dieser zeitgemäßen Jazzmusik, deren Idee von Lebendigkeit durch den Bebop eines Charles Mingus inspiriert ist.

Besetzung

  • Matthias Akeo Nowak: Bass
  • Riaz Khabirpour: Gitarre
  • Oliver Rehmann: Schlagzeug

Pressetext

Seit 2010 ist der Bassist Matthias Akeo Nowak Leader des KOI Trios, mit dem er jetzt das gleichnamige Debütalbum veröffentlicht. Für Nowak, der als Sideman bereits mit vielen verschiedenen Besetzungsgrößen – vom kammermusikalischen Duo über das Jazz-Piano-Trio bis hin zur Big Band – gearbeitet hat, ist die Entscheidung für ein Gitarren-Trio fast eine Herzensangelegenheit gewesen. „Die allererste Band, in der ich spielte, war eine Rockband mit einem Gitarristen“, erinnert er sich, und: „Anders als das Trio mit Piano ist das mit Gitarre offener: von der Spielweise ebenso wie von der Möglichkeit, ad hoc mit verschiedenen Sounds und Stimmungen zu experimentieren.“

Wie Nowaks Mittelname „Akeo“ verrät, hat der Kontrabassist über seine früh verstorbene Mutter Wurzeln in Japan. Doch es hat eine Zeit lang gebraucht, bis er sich seiner Wurzeln nicht nur bewusst wurde, sondern sie als Teil seiner künstlerischen Persönlichkeit begriff: Auch wenn die Improvisationsmusik seines KOI Trios nichts mit der Musikkultur Japans zu tun hat, so offenbart sich seine Verbindung mit der Heimat seiner Mutter in einer inneren, einer geistigen Haltung – etwa darin, dass Gegensätze nicht zwangsläufig ausgeglichen werden müssen, sondern sehr wohl auch mit- und nebeneinander existieren können. Es ist eine Haltung des „Los- und Zulassen“-Könnens, die auch und gerade den Jazzmusiker Matthias Akeo Nowak auszeichnet.

In Berlin geboren und in Kassel aufgewachsen, hat Nowak die Welt der Improvisierten Musik durch den Göttinger Multiinstrumentalisten Gunter Hampel kennen und lieben gelernt, in dessen Projekten er eine Zeit lang Bassist war. Mit einem Stipendium in der Tasche zog er
2008 für ein Jahr nach New York, um in dieser quirligen Metropole seine Studien in Sachen Jazz noch zu vertiefen. Und wie die beiden Mitmusiker seines KOI Trios, Gitarrist Riaz Khabirpour und Schlagzeuger Oliver Rehmann, lebt Nowak mittlerweile in Köln, wo er längst Teil der innovativen und kreativen Jazzszene geworden ist.

Das Wörtchen KOI, das ursprünglich den edlen und oftmals sehr teuren Zuchtkarpfen aus Japan bezeichnet, hat für Nowak noch eine weitere, eine profanere Bedeutung: „Khabirpour, Oli und Ich“. Womit er mit augenzwinkernd lakonischem Humor deutlich macht, dass sich in seinem KOI Trio eben auch drei Freunde musikalisch auf Augenhöhe begegnen.

Martin Laurentius